Friesengestüt von der Maurine - Die Geschichte

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Friesenpferde

Geschichte des Friesenpferdes

Aus archäologischen Funden ist bekannt, dass das Friesenpferd schon im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung existierte. Die eigentliche Zucht begann im Mittelalter, als der Adel nach kräftigen und stattlichen Streitrössern verlangte, wobei das Friesenpferd einen hervorragenden Ruf genoß.

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Im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges gelangten spanische Hengste in das Gebiet der heutigen Niederlande. Sie beeinflussten die Friesenzucht erheblich. In dieser Zeit entstanden Pferderassen wie die Lipizzaner, Kladruber und Frederiksborger, enge Verwandte des Friesenpferdes. Mit der beginnenden Industrialisierung trat das Reitpferd etwas in den Hintergrund. Nun waren Pferde gefragt, die elegant und flott die Prunkkutschen ziehen konnten. Eine Paradedisziplin der Friesen.

Später sank der Stern der Friesen, es begann die Umwandlung vom edlen Karossier zum Landbaupferd. 1879 wurde das Friesch Paarden Stamboek gegründet, um die noch vorhandenen Reste der reinrassigen Friesenpferde zusammenzuhalten und die Rasse zu erhalten. Das Stammbuch war von Beginn an ein „geschlossenes“, das bedeutet, dass anders als bei den anderen Warmblutrassen, kein Fremdblut eingekreuzt werden durfte. Dieser Grundsatz hat bis heute Bestand.

Doch auch das Stammbuch konnte den Niedergang des Friesen nicht aufhalten. 1913 gab es nur noch 3 Deckhengste und wenige Stuten. Nur sehr langsam ging es wieder bergauf. 1962 gab es wieder 23 Hengste und etwa 4.000 registrierte Friesenpferde.

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Doch erneut stand der Friese vor dem Abgrund. Durch die rasante Mechanisierung der Landwirtschaft kam es zu einem dramatischen Rückgang der Population. 1967 waren weniger als 1.000 Pferde registriert, man brauchte einfach keine Arbeitspferde mehr, der Ackerschlepper hatte das Rennen gewonnen.

Nur den friesischen Züchtern ist es zu verdanken, dass der Friese auch diese kritischen Jahre überstand. Es gelang, aus dem Arbeitspferd ein modernes Sport- und Freizeitpferd zu züchten. Heute gibt es etwa 100 Deckhengste und über 40.000 registrierte Pferde. Auf der ganzen Welt entstanden Zuchtvereinigungen, die sich dieser Rasse annahmen. Die Popularität unserer Rappen als Reit- und Fahrpferde sowohl im Sport als auch für Freizeitzwecke ist ungebrochen. Keine Messe oder Showveranstaltung, wo sie nicht im Mittelpunkt stehen, bewundert, bestaunt ob ihrer majestätischen Haltung und der schwebenden Bewegungen.

 
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